Wednesday, January 30, 2019

Wie gefährlich ist Ozon?


Ozon kann für den Menschen lebensbedrohlich sein - und das offenbar in geringeren Mengen als bisher angenommen wurde. Eine amerikanische Studie, deren Ergebnisse am 17. November 2004 im amerikanischen Ärzteblatt (JAMA 2004; 292: 2372-2378) veröffentlicht wurden, untersuchte den Zusammenhang zwischen der Schadstoffkonzentration in der Luft und der Sterberate von Einwohnern in US-Großstädten. Demnach kommt es bereits bei Ozonkonzentrationen, die deutlich unterhalb der in Amerika und Europa zugelassenen Grenzwerte liegen, zu einer Zunahme von Todesfällen - und zwar immer dann, wenn die Werte ansteigen. Um mehr über eine Menge Faktoren zu erfahren, die Ihre Gesundheit beeinflussen, klicken Sie hier.



Nach den Richtlinien der EU muss die Bevölkerung auf erhöhte gesundheitliche Risiken aufmerksam gemacht werden, wenn die Konzentration von Ozon in Bodennähe den Wert von 180 Mikrogramm/m3 erreicht. Säuglinge und Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit Herz-Kreislauf- oder Atemwegserkrankungen gelten dann als gefährdet. Ozonalarm wird bei einer Konzentration von 240 Mikrogramm/m3 und höher ausgelöst. Die bisherigen Einschätzungen von Experten gingen davon aus, dass erst bei diesem Wert eine akute gesundheitliche Gefahr für die Gesamtbevölkerung besteht.

Die Ergebnisse der aktuellen Untersuchung, die Teil der sog. National Morbidity Mortality and Air Pollution Study (NMMAPS) ist, könnten diese Richtwerte ins Schwanken bringen. Michelle L. Bell von der School of Forestry and Environmental Studies der Yale Universität in New Haven und Mitarbeiter der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health in Baltimore bezogen in ihre Studie 95 amerikanische Großstädte ein, in denen etwa 40% der US-amerikanischen Bevölkerung leben. Sie setzten die Messdaten von Ozon aus den Jahren 1987 bis 2000 mit den aktuellen Sterbedaten in dieser Zeit in Beziehung. Da die Forscher die akuten Auswirkungen von Ozon untersuchen wollten, berücksichtigten sie jeweils die Todesfälle, die unmittelbar in der Woche nach einer erfolgten Messung auftraten.

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